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Hamburg: Der Stau ist tot, lange lebe der Stau!


Sankt Michael auf dem Hamburger Rathaus - Hamburg by Rickshaw
"Sankt Michael" auf dem Hamburger Rathaus

Auf Hamburgs Straßen wird es immer enger. Neben der grundsätzlich schon großen Menge an PKW, für 2021 wurde mit 805.780 angemeldeten PKW eine neue Rekordzahl verzeichnet, benutzen auch immer mehr Zustellfahrzeuge das städtische Straßennetz. Der Online-Handel boomt. Das überlastet nicht nur die Infrastruktur, sondern Staus werden zur täglichen Regel. 

Dabei liegt Hamburg, die deutsche Stauhauptstadt von 2019, nach Angaben des ADAC im Deutschland-Ranking der Staus nach München und Berlin gegenwärtig auf Platz drei. In München verliert ein Pendler auf dem Weg zur Arbeit im Jahr durchschnittlich 79 Stunden Lebenszeit, in Berlin sind es ca. 65, in Hamburg 47 Stunden.

Damit ist das Verkehrsaufkommen in Hamburg so hoch, dass sich die tägliche Fahrzeit durch Staus, wie der Navigationshersteller TomTom mitteilt, um ca. ein Drittel verlängert, d.h. 2019, vor der Pandemie, um 34 %,  2020, schon während der Pandemie, um 29 %.

Auch deshalb müssen in Hamburg jährlich weit über 100 km Fahrstreifen saniert werden. Tendenz steigend: 2016 betraf dies 153 Kilometer, 2019 schon 171 km und 2021 sogar 193,4 km. Jede Sanierung bremst aber den fließenden Verkehr. Ebenso der sogenannte Lieferverkehr. Sein Anteil am gesamten Stadtverkehr beläuft sich auf 20 - 30 %, verursacht aber zu Stoßzeiten ca. 80 % der innerstädtischen Staus.

Schließlich sind in Regionen wie der Hamburger Innenstadt, wo allgemeine Flächenkonkurrenz herrscht, nicht nur die Möglichkeiten zum Halten für alle Verkehrsteilnehmer sehr begrenzt, sondern auch der Bedarf an Warenlieferungen besonders hoch. Die Lieferwagen halten, um ein Paket zuzustellen, wo sie können oder parken in der zweiten Reihe, zumal die Zusteller anderenfalls oft weite, ineffiziente Wege zu Fuß zurücklegen müssten.

Bei einem prognostizierten Wachstum der Stadt von heute ca. 1,85 Mio. Einwohnern auf 1,988 Mio. im Jahre 2040 liegt der Gedanke nahe, dass die Verkehrsinfrastruktur künftig noch stärker beansprucht werden wird. 

Es ist daher wichtig, die Lösungen für die Probleme von morgen bereits heute anzudenken. Das gilt auch für den Einsatz von Lastenrädern. Beim innerstädtischen Transport von Personen und Gütern verkörpern sie einen guten und vernünftigen Teil der Mobilitätswende. Insofern leisten gerade kleine Unternehmen wie "Hamburg by Rickshaw" einen Beitrag, der ankommt. Sie umfahren nicht nur nachhaltig jeden Stau, sondern reagieren gern auch flexibel auf jede Verkehrslage.

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